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Wandspiegel fürs Wohnzimmer
Im Wohnzimmer steht ein Spiegel in direkter Konkurrenz zum Bild. Beide hängen an derselben Wand, beide kosten ungefähr dasselbe – aber sie tun das Gegenteil voneinander. Ein Bild füllt die Fläche mit Inhalt. Ein Spiegel nimmt die Fläche optisch weg und gibt dafür den Raum zurück, der ihm gegenübersteht.
Praktisch heißt das: Je kleiner oder dunkler das Wohnzimmer, desto mehr spricht für den Spiegel. Je mehr man an den Wänden erzählen will, desto mehr fürs Bild. Beides geht auch nebeneinander – dann sollte der Spiegel allerdings die ruhigere Form haben.
Wohin im Raum?
- Über dem Sofa. Die klassische Position. Faustregel: Der Spiegel ist etwa zwei Drittel so breit wie das Sofa und hängt 20 bis 30 cm über der Rückenlehne. Querformat oder ein breites Rundformat wirken hier besser als ein schmales Hochformat.
- Über Sideboard oder Kommode. Hier darf er hoch werden. Wichtig ist nur, dass er schmaler bleibt als das Möbel darunter.
- Gegenüber dem Fenster. Die wirksamste Stelle, wenn es um Licht geht – der Spiegel holt die Helligkeit in die Raumtiefe. Was er dabei zeigt, ist allerdings das Fenster; wer lieber den Raum doppelt sieht, hängt ihn seitlich.
- In der Ecke oder im Durchgang. Ein hohes Format wie Monolith macht aus einer toten Ecke eine Blickachse.
Die Formate hier
In dieser Auswahl stehen die sieben Modelle mit mindestens einer Variante ab 80 cm Kantenlänge: Monolith 60 × 160 cm, Lago und Porta je 60 × 120 cm, Silhouette 50 × 100 cm, Luna 90 × 90 cm, Facette 80 × 80 cm und Halbmond 45 × 90 cm.
Warum ohne Rahmen
Ein Rahmen zieht eine Linie um die Spiegelfläche und macht daraus ein Objekt mit Grenze. Ohne Rahmen fehlt diese Grenze – die reflektierte Fläche geht optisch in die Wand über. Im Wohnzimmer, wo ohnehin viele Kanten im Raum stehen (Sofa, Regal, Fernseher, Tisch), ist das die zurückhaltendere Lösung.
Spiegelglas, keine beschichtete Folie
Verwendet wird Spiegelglas mit klarer, verzerrungsfreier Reflexion – kein beschichteter Kunststoff. Die geschnittene Kontur wird nachbearbeitet, sodass die Kante umlaufend sauber ist und sich gefahrlos anfassen lässt. Weil nichts vorsteht, bleibt die Fläche leicht zu reinigen: ein weiches, feuchtes Tuch und etwas Glasreiniger genügen, Scheuermittel gehören nicht auf Spiegelglas.
Ein Spiegel, vier Ausrichtungen
Die Rückseite ist für vier Aufhängepositionen vorbereitet: 0°, 90°, 180° und 270°. Aus einem Hochformat wird ein Querformat, dieselbe Silhouette bekommt eine andere Gewichtung. Über einer Kommode braucht es ein anderes Format als neben einer Tür – statt zwei Spiegel zu kaufen, drehst du einen.
Montage: Ausrichtung zuerst, dann bohren
Die Aufhänger liegen lose bei, und das hat einen Grund: Wären sie ab Werk angebracht, stünde die Ausrichtung schon fest. So entscheidest du zuerst, wie der Spiegel hängen soll – und klebst die Aufhängebleche danach auf. Schutzfolie vom Klebestreifen abziehen, an der markierten Stelle aufdrücken, kurz andrücken.
Wo gebohrt wird, zeigt eine Bohrschablone im Maßstab 1:1, die jedem Spiegel beiliegt. Dazu eine bebilderte Anleitung auf Deutsch, Englisch und Polnisch. Das Befestigungsmaterial wählst du passend zum Wandtyp – Beton, Ziegel und Gipskarton brauchen Unterschiedliches.
Welche Höhe die richtige ist, welcher Dübel zu welcher Wand gehört und wann Kleben bei Glas an seine Grenze kommt, steht ausführlich im Ratgeber Spiegel aufhängen.
Lieferung und Lieferumfang
Zu jedem Spiegel gehören die Aufhängebleche mit Klebestreifen, die Bohrschablone im Maßstab 1:1 und eine bebilderte Anleitung auf Deutsch, Englisch und Polnisch. Nicht dabei ist das Befestigungsmaterial – Dübel und Schrauben richten sich nach dem Wandtyp und gehören deshalb nicht pauschal in den Karton.
Gefertigt wird in Polen innerhalb der EU, die Lieferzeit liegt bei 15–20 Werktagen. Der Versand ist kostenlos. Glas wird gesondert verpackt – bitte vorsichtig auspacken.
Maße im Überblick
| Modell | Form | Größen |
|---|---|---|
| Monolith | Rechteck, hoch | 60 × 160 cm |
| Porta | Rundbogen | 60 × 120 cm |
| Lago | Oval | 60 × 120 cm |
| Silhouette | asymmetrisch, geschwungen | 50 × 100 cm |
| Luna | Kreis | 90 × 90 cm |
| Facette | Sechzehneck | 80 × 80 cm |
| Halbmond | Halbkreis | 45 × 90 cm |
Häufige Fragen
Wie groß sollte der Spiegel über dem Sofa sein?
Etwa zwei Drittel der Sofabreite, aufgehängt 20 bis 30 cm über der Rückenlehne. Breiter als das Möbel wirkt unruhig.
Spiegel oder Bild über dem Sofa?
Je kleiner oder dunkler der Raum, desto mehr spricht für den Spiegel – er gibt Tiefe zurück, statt die Wand zu füllen. In hellen, großen Räumen ist es Geschmackssache.
Wohin, wenn es um Helligkeit geht?
Gegenüber dem Fenster. Dort holt der Spiegel das Tageslicht in die Raumtiefe. Er zeigt dann allerdings das Fenster – wer den Raum doppelt sehen will, hängt ihn seitlich.
Sind die Kanten scharf?
Nein. Die Kontur wird aus dem Spiegelglas geschnitten und anschließend nachbearbeitet, sodass die Kante umlaufend sauber ist und sich gefahrlos anfassen lässt.
Kann ich den Spiegel ohne Bohren anbringen?
Die Aufhängebleche werden geklebt, gehalten wird der Spiegel aber über Schrauben in der Wand. Zwei Löcher sind also nötig. Das Befestigungsmaterial wählst du passend zum Wandtyp.
Ist der Spiegel für das Badezimmer geeignet?
Ja. Spiegelglas verträgt die Luftfeuchte eines Bades. Weil kein Rahmen da ist, gibt es auch keine Fuge, in der sich Wasser sammeln könnte.
Gibt es die Spiegel mit Beleuchtung oder nach Maß?
Nein, beides nicht. Wir fertigen feste Designformen ohne Elektrik – dafür lagernd, ohne Konfigurator und ohne Aufpreis für Sonderwünsche.
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